Die neue Doppelturnhalle
Zwischenbericht des Architekten
Dem Rottmayr-Gymnasium steht in den kommenden Monaten eine umfangreiche Baumaßnahme ins Haus: Bis zum Schuljahresbeginn 2012/2013 soll eine neue Doppelturnhalle errichtet werden. Notwendig wurde der Neubau, da durch den schlechten baulichen Zustand die weitere sichere Nutzung der vorhandenen Turnhallen 1 + 2 nicht mehr gewährleistet war. Die sofortige Schließung der Halle 2 war die Folge.
Eine beauftragte Studie brachte zutage, dass ein Neubau wirtschaftlich sinnvoller wäre als die Sanierung des Bestandes; auch würde er den heutigen Ansprüchen an eine Sporthalle entsprechen, z.B. wettkampfgerechte Spielfeldmaße. In erster Linie soll die neue Halle den Erfordernissen eines modernen Sportunterrichts entsprechen und das jetzige Defizit aufheben. Nutzen werden die neue Sporthalle aber nicht nur das Rottmayr-Gymnasium für Schulzwecke und bei öffentlichen Wettkämpfen, sondern auch Vereine in den Abendstunden oder den Ferien.
Die geplante Doppelturnhalle mit den Außenmaßen von ca. 32,00 x 38,00 m wird an derselben Stelle errichtet wie die beiden bestehenden Hallen und bietet bei schulischen Veranstaltungen Platz für bis zu 900 Personen. Der Zugang
vom Schulhaus erfolgt auch weiterhin über den Verbindungsgang. Das anschließende, großzügig verglaste Foyer mit der offenen Treppe erstreckt sich über zwei Geschoße und gibt den Blick schon beim Betreten frei in die halb
versetzten Ebenen von Turnhalle und Zuschauerempore. Personen mit Handicap erreichen alle Bereiche problemlos über einen Hebelift. Da im Foyer auch eine Theke vorgesehen ist, können bei Veranstaltungen Getränke und Snacks angeboten werden.
Die neue Halle mit ihrer wettkampftauglichen Höhe von 7,00 m erhält im Innern durch den einheitlichen Einbau von Holzprallwänden einen warmen Charakter. Der geplante flächenelastische Boden schont die Gelenke der Sportler. An der höchsten Wandseite ist eine 6,30 m breite und 7,00 m hohe Kletterwand vorgesehen, wo drei Sportler gleichzeitig üben können. Nach Gebrauch werden die unteren Elemente einfach nach oben geschoben, damit ist das Spielfeld wieder frei. Bei Bedarf kann die Halle mit Hilfe eines Vorhanges in zwei gleichwertige Bereiche für eine parallele Nutzung geteilt werden.
Über die gesamte Turnhallenlänge werden Zuschauer in Zukunft von „erhabener Stelle“ aus die Spieler auf dem Feld beobachten und ordentlich anfeuern können. Anschlüsse für Bühnenbeleuchtung und Medientechnik erweitern die mögliche Nutzung der Halle über den sportlichen Aspekt hinaus.
Ökologisch gesehen unterschreitet der zukünftige Energiebedarf deutlich die Anforderungen nach dem Energie- Einsparungsgesetz; zur Optimierung der Energiebilanz wird eine Kleinblock-Heizkraftzentrale sowie eine Lüftungsanlage
mit Wärmerückgewinnung installiert.
Architekturbüro Armin Riedl




