Eindrücke aus dem Biologisch-Chemischen Praktikum

In BCP gibt es nur praktische Schulaufgaben,

... so wie im 1.Halbjahr die auch als "Ionen-Lotto" bekannte qualitative Analyse von 3 unbekannten Salzen mithilfe der Flammenfärbung oder nasschemischer Verfahren.

Typische Themen einer Unterrichtseinheit sind ...

... das Herstellen einer Maßlösung,
... das Chromatographieren von Lebensmittelfarbstoffen,
... die Bestimmung des Alkoholgehaltes bekannter Getränke ...
... durch eine Destillation,
... eine Redoxtitration, um den Gehalt an Oxalsäure mithilfe violetter Kaliumpermanganatlösung zu bestimmen,
... aber auch mal ein "Show-Versuch" wie der Wachs-Flammenwerfer ...
oder die Herstellung von Eisen ...
... nach dem Thermit-Verfahren.

Im biologischen Teil des Praktikums wird dann zum Beispiel mikroskopiert ...

Das Zeichnen mikroskopischer Präparate scheint besonders großen Spaß zu machen!

... oder probiert!

Der kulinarische Höhepunkt des Schuljahres könnte die Herstellung von Speiseeis nach einem von Kurs zu Kurs weiter vererbten Rezept sein. In einer der Vorstunden wurde nach der günstigsten Kältemischung gesucht und an einem heißen Julitag war es dann soweit:

Beide Kurse kommen in das Vergnügen. Hier die Männerriege aus Kurs 2 mit allen Zutaten,
... bevor die Schlacht beginnen kann.
... und vollem Körpereinsatz dauert es fast eine Stunde ...
Bei Temperaturen von rund -20°C ...
muss die Kältemischung angesetzt werden.
Parallel zum Pürieren der Zutaten (mit Rashid am Mixer)...
Mit viiiiel Zucker!
Heuer gibt es Erdbeer-Eis!
zu denen auch reichlich Eiswürfel und Salz zählen.
Und nur fünf Minuten später ist alles vorbei!

Auf zum Schinderbach!

In den Vorstunden konnten die Schüler grundlegende Techniken schon einmal am Schulteich erlernen.
Unser Unterstand
Wie gut, dass es Wattstiefel gibt... !
Gleich hab ich dich ... !

Um etwa 8:00 Uhr starteten die beiden BCP Kurse der Q11 unter der Leitung von Herrn Römmelt ihre Exkursion zum Schinderbach in Straß bei Laufen, einem Abfluss des Abtsdorfer Sees. Nach einer kurzen Busfahrt und einem 20-minütigen Fußmarsch kamen wir zu der gewünschten Stelle am Bach, um dort einen kleinen Unterstand aufzubauen. Nach einer kurzen Einführung des Lehrers über die Gegend und einige Verhaltensregeln folgte auch schon die erste Aufgabe: die chemische Wasseruntersuchung. 5 Gruppen mit jeweils 4 Schülern fanden mithilfe der richtigen Reagenzien und einer Farbkarte in den verschiedenen Versuchen unterschiedliche Werte heraus, die nach gut 20 Minuten gemeinsam verglichen wurden. Diese Ergebnisse wurden anschließend noch mit der offiziellen Trinkwasserverordnung verglichen, wobei sich herausstellte, dass unsere Werte sehr viel besser als die vorgegebenen Grenzwerte ausfielen.

Was allerdings bei den bisherigen Untersuchungen noch nicht beachtet wurde, waren biologische Faktoren, die zusätzlich erforscht werden müssen, um konkrete Aussagen über die Wasserqualität treffen zu können. Dies war die Aufgabe für die nächsten 45 Minuten. Ausgestattet mit Lupen, Pinzetten, Schalen und Keschern machten sich die Gruppen auf die Suche nach kleinen Lebewesen im Bach. Besondere Funde wurden dann gemeinsam mit der geeigneten Literatur nach Namen und Merkmalen bestimmt.

Nach einer kurzen Pause folgte die Auswertung: Die Gruppen errechneten mit einer aus dem Unterricht bekannten Formel die Wasserqualität, die besser ausfiel, als erwartet.

In einer kleinen Zwischenaufgabe sollten die Schüler noch errechnen, wie lange es dauern würde, eine Badewanne mit etwa 200 Liter Wasser zu füllen. Oder besser gesagt: Wie viele Liter Wasser fließen pro Sekunde den Schinderbach hinunter? Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen fielen sehr unterschiedlich aus. Den realistischen Wert von weniger als einer Sekunde, um die Badewanne zu füllen, besprach Herr Römmelt schließlich gemeinsam mit uns.

Die letzte Aufgabe bestand erst einmal darin, möglichst viele Libellen, Tagfalter und Heuschrecken einzufangen und in die dafür vorgesehenen kleinen Tüten zu geben, in denen die Tiere mehrere Stunden gehalten und untersucht werden können, ohne ihnen zu schaden. Wieder untersuchten die Schüler mithilfe eines Binokulars und den Bestimmungsschlüsseln die verschiedensten Arten.

Um etwa 13:00 Uhr bauten alle gemeinsam den Unterstand ab und Herr Römmelt fragte abschließend nach den Meinungen der Schüler und eventuellen Verbesserungsvorschlägen, sodass wir um 14:00 Uhr wieder an der Schule ankamen.

Die Exkursion war für alle Kursteilnehmer ein gute Abwechslung zum Unterricht und wir konnten viel Gelerntes anwenden. Das gemeinsame Forschen und Erarbeiten hat viel Spaß gemacht und wird uns sicher lange in Erinnerung bleiben.

(Alexandra Standl)

 

Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang der ANL, die uns alljährlich ihre Ökostation in Straß für derartige Gewässeruntersuchungen zur Verfügung stellt!

(Thomas Römmelt)

Noch mehr Bilder von unserer Schinderbach-Exkursion

Du entkommst mir nicht!
Nach dem Fangen werden die Organismen bestimmt.
Eine gebänderte Prachtlibelle
Immer schön das Netz nach oben halten!
Mittags herrscht dichtes Gedränge im schattigen Unterstand.
Ist der schön, der Schwalbenschwanz!