Eindrücke aus dem Biologisch-Chemischen Praktikum

"Blau machen"

Dieser geflügelte Ausdruck könnte seinen Ursprung in der Technik des Stofffärbens mit Indigo haben. Und genau dieses sogenannte Kükenverfahren haben Schüler des letztjährigen BCP-Kurses angewandt, um sich individuelle T-Shirts zu gestalten.

Das Ergebnis jedenfalls kann sich sehen lassen! 

Die Lehrkräfte Herr Römmelt und  Frau Mayrhofer-Schönhofer waren in die Zuschauerrolle verbannt, als  Michael Hirmke dem gesamten BCP-Kurs erst einmal seine drei verschiedenen Bindetechniken vorstellte, die so typisch für das Batiken sind und das Design des zukünftigen T-Shirts massgeblich bestimmen sollten.

Anschließend wurden diese selbst abgebundenen Shirts in einer gelblichen Lösung aus Leuko-Indigo (der sog. Küpe) gekocht, die zuvor aus diversen Chemikalien hergestellt worden war. 

Nach dem Entfernen aus der Küpe wurden alle T-Shirts ausgewaschen, um überschüssige Farbe zu entfernen. Anschließend schlägt die Chemie voll zu, denn durch eine Oxidation färbt sich der grünlich-schillernde Stoff an der Luft relativ rasch blau um. Da dieser Vorgang bei größeren Kleidungsstücken bis zu einem Tag in Anspruch nahm, hatten die Färber so lange frei; sie machten eben blau.

Die Schüler des BCP-Kurses und auch wir Lehrer waren von diesem Praktikum jedoch so begeistert, dass an diesem Tag sicher keiner von uns ans "Blaumachen" dachte.

Thomas Römmelt

In BCP gibt es nur praktische Schulaufgaben,

... so wie im 1.Halbjahr die auch als "Ionen-Lotto" bekannte qualitative Analyse von 3 unbekannten Salzen mithilfe der Flammenfärbung oder nasschemischer Verfahren.

Typische Themen einer Unterrichtseinheit sind ...

... das Herstellen einer Maßlösung,
... das Chromatographieren von Lebensmittelfarbstoffen,
... die Bestimmung des Alkoholgehaltes bekannter Getränke ...
... durch eine Destillation,
... eine Redoxtitration, um den Gehalt an Oxalsäure mithilfe violetter Kaliumpermanganatlösung zu bestimmen,
... aber auch mal ein "Show-Versuch" wie der Wachs-Flammenwerfer ...
oder die Herstellung von Eisen ...
... nach dem Thermit-Verfahren.

Im biologischen Teil des Praktikums wird dann zum Beispiel mikroskopiert ...

Das Zeichnen mikroskopischer Präparate scheint besonders großen Spaß zu machen!

... oder probiert!

Der kulinarische Höhepunkt des Schuljahres könnte die Herstellung von Speiseeis nach einem von Kurs zu Kurs weiter vererbten Rezept sein. In einer der Vorstunden wurde nach der günstigsten Kältemischung gesucht und an einem heißen Julitag war es dann soweit:

Beide Kurse kommen in das Vergnügen. Hier die Männerriege aus Kurs 2 mit allen Zutaten,
... bevor die Schlacht beginnen kann.
... und vollem Körpereinsatz dauert es fast eine Stunde ...
Bei Temperaturen von rund -20°C ...
muss die Kältemischung angesetzt werden.
Parallel zum Pürieren der Zutaten (mit Rashid am Mixer)...
Mit viiiiel Zucker!
Heuer gibt es Erdbeer-Eis!
zu denen auch reichlich Eiswürfel und Salz zählen.
Und nur fünf Minuten später ist alles vorbei!