Exkursion zum Tüttensee

Das W-Seminar „Natural Hazards“ besuchte im Rahmen einer Exkursion den Tüttensee im Chiemgau um dessen Entstehungsgeschicht zu erforschen. Diese ist nämlich noch nicht komplett geklärt, da es derzeit zwei Theorien gibt, die versuchen die Entstehung des Sees aufzudecken.
Eine Gruppe von Wissenschaftlern vertritt die gängige Toteiskesseltheorie, welche besagt, dass der See aus einem mit Gletscherschotter zugedeckten Eisrest entstand, welcher nach einiger Zeit schmilzt und somit einen See entstehen lässt. Beweise dafür wären die Erhebungen in der Ebene um den See welche auf Endmoränen hinweisen und die vielen Einzelwannen am Nordrand im so genannten Tüttenholz.
Die Gegner dieser Theorie werden vertreten durch das Chiemgau-Impact-Research-Team (CIRT). Das CIRT geht davon aus, dass der Tüttensee durch einen Meteoriteneinschlag gegen Ende der Bronzezeit entstanden sei, was die exotische Mineralbildungen, aber auch die ungewöhnliche Schichtung zertrümmerter Gesteine erklären würde. Der Diskurs über die beiden Theorien ist noch nicht beendet.
Während der Exkursion bekamen wir Vorträge zu den einzelnen Thesen und konnten diese sofort an der Form der Umgebung prüfen, da manche Indizien sehr deutlich zu erkennen waren wie etwa der Ringwall um den Tüttensee.
Im Anschluss daran radelten wir zum nahegelegenen Weinberg in Marwang um den lehrreichen Tag mit einer Brotzeit ausklingen zu lassen.

Edi Moll

Exkursion zur Salzach in Laufen

Die Schüler des W-Seminars ,,Natural Hazards‘‘  besuchten verschiedene Orte an der Salzach, um Informationen über die vergangenen Hochwasser Laufens zu erhalten. Denn in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten gab es einige aufgezeichnete Hochwasser in der Stadt Laufen mit bis heute sichtbaren Auswirkungen. Zum einen konnten wir anhand der Reste der einstigen Laufener Holzbrücke, die vom 1899er Jahrtausendhochwasser zerstört wurde sehen, welche Kräfte ein Hochwasser haben kann und wie schwerwiegend dessen Folgen sein können. An den Hochwasserstandsmarken der Schifferkapelle und am unteren Stadtrand konnten wir selbst einschätzen, welche Ausmaße die damaligen Hochwasser hatten. Auch die Wohnhäuser mit naher Lage zur Salzach zeigen durch die verschimmelten Mauern heute noch die Höhe der vergangenen Überflutungen.

 

Lisa Schittek

Die Reste der alten Laufener Brücke (zerstört durch Hochwasser 1899), Überschwemmungsspuren an Gebäuden, die Kursteilnehmer an den Pegelstandsmarken