Latein 11. und 12. Jahrgangsstufe

 

Vitae philosophiae dux – philosophische Haltungen (11/1)

 

- Cicero, De finibus, De natura deorum, Tusculanae disputationes

- Seneca, Epistulae

 

Thema: Individualphilosophie

 

Philosophie als Wegweiserin zur Lebensbewältigung in schwierigen Situationen

Zentrale philosophische Vorstellungen der Antike

Konzentration auf ethische Aspekte

Auseinandersetzung mit Themen wie: Freiheit und Schicksal, Krankheit, Tod, Angst, Leid, Glück und Unglück

Cicero als Vermittler griechischer Philosophie, seine Bedeutung als Eklektiker

Stellenwert der Philosophie in Rom

Epistulae morales: zentrale Begriffe der Philosophie

 

Ridentem dicere verum – satirische Brechungen (11/2)

 

- Petron, Satyrica, Cena Trimalchionis

- Horaz, Auswahl aus den Satiren

 

Themen:

 

römische Gesellschaft als Quelle und Publikum für satirische Dichtung

gesellschaftliche Bedeutung der Schriftsteller und Literatur

römische Dichterkreise

literarische Formen satirischer Dichtung

Einflüsse griechischer Vorbilder auf die römische Literatur

Fortwirken literarischer Motive in Literatur und Kunst

 

Nunc aurea Roma est – politische Perspektiven (12/1)

 

- Vergil, Aeneis

- Livius, Ab urbe condita

 

Themen:

 

Aeneis als römisches Nationalepos

typische Gattungsmerkmale

widerstreitende Wertvorstellungen

Sendungsbewusstsein Roms

zentrale römische Werte

Bezug zur augusteischen Ideologie

Verhältnis von Künstlern, bzw. Intellektuellen zum Herrschaftssystem

exemplarische Episoden römischer Geschichte

altrömische Werte und Tugenden

Verantwortung und Objektivität des Geschichtsschreibers

römische und moderne Geschichtsschreibung

Deutung historischer Prozesse je nach Zeit und Blickwinkel mit unterschiedlichen Bewertungen

Verhältnis Politik – politische Literatur

politische Leistungen des Augustus, “goldene Zeit” als Programm in Architektur, Kunst, Literatur

 

Si in Utopia fuisses mecum – staatsphilosophische Entwürfe (12/2)

 

Auszüge aus Cicero, De re publica

 

Themen:

 

Antike Staatsentstehungstheorien (unter Einbeziehung griechischer Vorbilder)

verschiedene antike Staats- und Verfassungsformen, die modernes Staatsdenken und Demokratieverständnis prägten

die ideale Staatsform

der gerechte Staatsmann

die Gerechtigkeit, Problematik des bellum iustum und des hegemonialen Anspruchs Roms

 

Nebenbemerkung: Zu allen Themenbereichen sind ergänzende fakultative Texte vorgeschlagen!

 

Grundsätzliches und Formalia

 

Eine Vertauschung der Semester 11/1 und 11/2 ist grundsätzlich möglich

In der mündlichen Abiturprüfung können nur die Semester 11/1 oder 11/2 ausgeschlossen werden

Wichtig für das Kolloquium: Ein gesichertes Textverständnis muss durch Übersetzung nachgewiesen werden

Kleine Leistungsnachweise wie Stegreifaufgaben werden nicht angekündigt, beziehen sich auf höchstens zwei unmittelbar vorangegangene Unterrichtsstunden. Die Bearbeitungszeit soll höchstens 20 Minuten betragen

1 Schulaufgabe je Ausbildungsabschnitt, Arbeitszeit ca.90 Minuten, zweigeteilt, Prosa ca.100 LW, falls Dichtung: ca. 85 LW, Gewichtung Übersetzung : Aufgabenteil = 2 : 1

 

Schriftliches Abitur

 

Zeit:          240 Minuten (210 + 30)

Wörter ca:          170

Aufgaben (je BE) I        4 (je 4 BE)

Aufgaben (je BE) II       3 (je 6 BE)

Aufgaben (je BE) III      1 (16 BE)

BE gesamt:         50

Aufgabenauswahl:        Schüler

 

Mündliches Abitur

 

Vorbereitungszeit: 30 Min. Dauer

Kolloquium: 30 Min. Dauer

 

Zwei Prüfungsteile von je 15 Min. Dauer:

 

1. Kurzreferat des Schülers zum gestellten Thema (ca. 10 Min.) aus dem gewählten    Prüfungsschwerpunkt sowie ein Gespräch über das Kurzreferat. Ein unbekannter Text mit ca. 60 LW wird dem Prüfling in der Vorbereitungszeit zur Bearbeitung übergeben.

2. Gespräch zu Problemstellungen aus zwei weiteren Ausbildungsabschnitten (Beschäftigung mit Grund- und Überblickswissen, weniger Abfragen von Detailwissen)