Vortrag über Venen-Erkrankungen im W-Seminar ‚Sport und Gesundheit‘

 

 

 

Am 29. November 2010 besuchte Frau Schifflechner von der Schlossklinik Abtsee das W-Seminar ‚Sport und Gesundheit‘ (Q 11) und gab dem Kurs in zwei Unterrichtsstunden einen umfassenden Einblick in das Thema „Venen-Erkrankungen: Ursachen – Behandlung – Selbst-management“.

 

 

 

 

 Dieses Thema mag auf den ersten Blick gerade für diese Altersgruppe eher unbedeutend erscheinen. Jedoch lassen die von der Referentin aufgezeigten Fakten den gegenteiligen Schluss zu und untermauern die Tatsache, dass in diesem Bereich nicht früh genug mit Präventionsmaßnahmen begonnen werden sollte.

Tatsächlich haben nämlich 25% der Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren krankhafte Venenveränderungen. 50% aller Menschen, die älter als 16 Jahre sind, leiden an krankhaft veränderten Beinvenen. Insgesamt müssen 9-13 Mio. Menschen wegen Venenleiden behandelt werden. Die meisten von ihnen sind dauerhaft erkrankt und müssen lebenslang therapiert bzw. medizinisch betreut werden. Darüber hinaus sterben in Deutschland jährlich ca. 150.000 Menschen an einer Lungenembolie, die ihren Ursprung immer in den Beinvenen hat.

Im zweiten Teil stellte Frau Schifflechner die Funktionsweise der beiden Pumpsysteme – Fußmuskel- und Wadenmuskelpumpe – vor, beschrieb die Ursachen und die verschiedenen Behandlungsmethoden bei Venenerkrankungen und informierte den Kurs über die so wichtigen ‚Dos‘ und ‚Don‘ts‘ für unsere Venen.

Im abschließenden Praxisteil konnten die Seminarteilnehmer aktiv Venenprophylaxe betreiben. Gemäß der goldenen Regel für Venen „Lieber Laufen und Liegen statt Stehen und Sitzen“ konnten sie verschiedenen Venenübungen ausprobieren und sich mit den sog. ‚Reaktoren‘ im ‚Venenwalking‘ erproben. Gerade letzte Übung zeigte allen, die diese Fortbewegungsart als ziemlich ‚simpel‘ abtaten, dass sie tatsächlich in der Ausführung gar nicht so einfach ist, da beim ‚Venenwalking‘ die richtige Abrollbewegung der Füße mit einer wohldosierten Armbewegung koordiniert werden muss.

Abschließend erhielten die Seminarteilnehmer eine Mappe mit allen wichtigen Informationen zu diesem wichtigen Thema. Spätestens am Ende dieser sehr gelungenen und sehr informativen Veranstaltung war allen Teilnehmern klar, dass das Thema ‚Venen-Erkrankungen‘ alle betrifft und nicht früh genug mit Aufklärungs- und Präventions-maßnahmen begonnen werden kann.

 

( G. Hofmeister / A. Ongyerth)