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Unsere Boulderwand




Das RGL verfügt über eine eigene Boulderwand. Diese wurde so geplant und konstruiert, dass sie den sicherheitstechnischen Anforderung der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV-SI 8013) genügt, weshalb die Schüler daran ohne Aufsicht in Freistunden, Pausen usw. klettern dürfen. Damit bietet die Wand sowohl eine hervorragende Möglichkeit erste Klettererfahrungen zu machen, kann aber auch von bereits erfahrenen und fortgeschrittenen Kletterern selbständig als Trainingsmöglichkeit genutzt werden.


Was ist eigentlich Bouldern?

Bouldern (abgeleitet von boulder = Felsblock) ist das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an Felsblöcken, Felswänden oder in der Kletterhalle in Absprunghöhe. Seit den 1970er Jahren ist das Bouldern eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat vor allem seit den 1990er Jahren eine rasante Entwicklung erlebt.

Bereits um 1900 bestiegen in Frankreich bei den Felsen um Fontainebleau die sog. „Bleausards“ die dort im Wald liegenden Sandsteinfelsen. Hier wurde im Jahr 1947 auch der Boulderparcours erfunden. Diese Aneinanderreihung einzelner Boulderprobleme weist eine recht homogene Schwierigkeit auf. Der Parcours ist durchnummeriert, farblich gekennzeichnet und wird hintereinanderweg durchgeklettert. Manche Parcours sind so gestaltet, dass bei ihrer Begehung der Boden nicht betreten werden muss. Vielmehr ist es möglich, durch Abklettern, Queren und Hinüberspringen durchgängig in Felskontakt zu bleiben.  

Der Bouldersport wurde durch John Gill (USA) und Wolfgang Fietz (Deutschland) maßgeblich geprägt. Gill entwickelte bereits in den 1950er und 1960er Jahren neue Klettertechniken und setzte dabei Elemente aus dem Geräteturnen ein. Er verwarf die Drei-Punkt-Regel, nach der beim Klettern von den vier Haltepunkten stets drei mit dem Fels in Kontakt sein sollen, und praktizierte stattdessen einen dynamischen Bewegungsstil. Hierdurch konnte er den Schwung der letzten Bewegung für den nächsten Zug nutzen, so dass eine fließende Gesamtbewegung (sogenannter „flow“) entstand. Gill hat zudem die Verwendung von Chalk in den Klettersport eingeführt.

Boulderregeln

Folgende Regeln müssen aus Sicherheitsgründen unbedingt beachtet werden:

  1. Erst ausreichend aufwärmen, dann klettern!

  2. Nur im Niedersprungbereich verweilen, wenn Hilfestellung gegeben wird. Ansonsten mindestens zwei Meter Sicherheitsabstand zur Wand einhalten!

  3. Die Wand keinesfalls überklettern!

  4. Höchstens drei bis vier Schüler dürfen zugleich nebeneinander klettern!

  5. Lockere Griffe bzw. Tritte unverzüglich melden!

  6. Keine Gegenstände im Niedersprungbereich ablegen!

  7. Bei Nässe ist besondere Vorsicht geboten!

  8. Griffe dürfen nicht eigenmächtig umgeschraubt werden!

  9. Bitte den gesamten Boulderbereich sauber halten!

  10. Verhaltet euch bitte vernünftig und leise!

    (W. Denkl)

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