Ein Leitbild für das RGL entsteht - der Arbeitsprozess

 

Leitbilder wohin man blickt- nahezu jedes Unternehmen präsentiert sich mit einem eigenen Leitbild. Immer mehr Schulen folgen diesem Trend und geben sich ein Leitbild. Auch am Rottmayr-Gymnasium in Laufen wurde die Wichtigkeit der Erarbeitung eines Leitbilds erkannt und es begann Ende Januar 2007 eine lebhafte und anfangs durchaus kontrovers geführte Diskussion um die Entwicklung eines Leitbilds für die Schule. 

 

Das Leitbild vermittelt den „Geist“ einer Schule und enthält akzeptierte Werte und Normen als Orientierungsrahmen für alle Mitglieder der Schulfamilie. Nach innen konzentriert es den Blick auf das Wesentliche, nach außen präsentiert es die Schule.

 

Das Leitbild für das Rottmayr-Gymnasium Laufen sollte Grundideen enthalten, die im Schulalltag erkennbar sind. Darüber hinaus war es die Intention, die Schulgemeinschaft unter einem gleichen Verständnis von Zusammenarbeit zu vereinigen. Das Motiv der 'Brücken' sollte eingebunden werden - die Lage der Stadt Laufen an der Salzach, aber auch die Übertragbarkeit des Begriffs auf viele Belange des Schullebens erschien den Beteiligten schnell wichtig. 

Damit das Leitbild allgemeine Akzeptanz finden kann und von einer breiten Basis mitgetragen wird, erschien es wichtig, dass alle Beteiligten das Leitbild selbst erarbeiten und mitgestalten.

Zu Beginn der Arbeit stellten sich die beteiligten Gruppen folgende Fragen:

 

  • Was zeichnet unsere Schule aus?

  • Welche Grundwerte bestimmen unser Handeln im Schulalltag?

  • Was wollen wir in unserem täglichen Handeln erreichen?

  • Was sind unsere Kernaufgaben?

 

So begann der Prozess der Auseinandersetzung in zahlreichen gemeinsamen Sitzungen und getrennten Arbeitsgruppen von Schülern, Lehrern und Eltern. Hieraus entstanden zwei Entwürfe, von Seiten der Schule und des Elternbeirats, die in einer lebhaften und konstruktiven Diskussion präsentiert und erklärt wurden. Etwas erstaunlich, aber äußerst positiv war, dass man sofort erkennen konnte, wie ähnlich die Ansätze und deckungsgleich die Ziele letztendlich waren.

 

Im nächsten Arbeitsschritt wurde in gemeinsamer Arbeit ein Entwurf gefertigt, indem man die Ideen zu einem Ganzen verwob. Somit entstand aus den Schnittmengen der verschiedenen Erwartungshaltungen und Vorstellungen ein Leitbild vor dem Hintergrund struktureller und gesellschaftlicher Gegebenheiten.

 

Das Erfreuliche ist, dass die Ideen nicht aus einem schnellen Aktionismus heraus erwachsen sind, sondern dass sie über den Zeitraum von gut einem Jahr reifen konnten und weiterentwickelt wurden.

 

Es bleibt zu hoffen, dass mit diesen gemeinsam fixierten Zielen, Werten und Normen der Schule das „Wir“-Gefühl noch weiter wächst und ein umfassendes Verständnis für die Zusammenarbeit in der Schule vorangetrieben wird. Das Leitbild soll kein starr fixiertes Dokument sein. Es wird bei Bedarf angepasst werden an die Dynamik der schulischen Entwicklung und den Bedürfnissen der in ihr agierenden Menschen, deren Wohl und Zufriedenheit im Mittelpunkt stehen.

 

(U. Walter, B. Utzmeier)