Vorbemerkungen / Einleitende Gedanken

 

Namensgeber der Schule

Der Barockmaler Johann Michael Rottmayr (1654-1730), berühmtester Sohn der Stadt Laufen, ist der Namensgeber unserer Schule.
Die Nachhaltigkeit seines Schaffens und dessen Bedeutung bilden einen anschaulichen Bezug zu unserem Tun. Die Lebendigkeit und Lebensfreude des Barock, das Lebensmotto des „Carpe diem" und die Intensität der Farbigkeit bei Rottmayr versinnbildlichen unser gemeinsames Schaffen.

Schulstandort

Unser Gymnasium liegt in der Stadt Laufen an einer malerischen Schleife des bayerischösterreichischen Grenzflusses Salzach. Bedingt durch die Lage im ländlichen Raum direkt an der Grenze kommt ein Großteil der Schüler aus den umliegenden Gemeinden.
Charakteristisch für das Stadtbild Laufens sind insbesondere die beiden Brücken, Länderbrücke und Europasteg. Sinnbildlich prägen diese den Auftrag unserer Schule, in vielerlei Richtungen Brücken zu bauen.

Brücken bauen zwischen

  • Bayern und Österreich

  • unserer Schule, dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Laufen, sowie anderen Kulturkreisen in Europa und der Welt

  • einer fundierten gymnasialen und einer praxisorientierten Ausbildung mit Blick auf sich verändernde gesellschaftliche Anforderungen

  • Tradition und Moderne

  • kognitiven Inhalten und der Entfaltung kreativer Potentiale

  • Wissensvermittlung und Herz- bzw. Charakterbildung

  • Geistes- und Naturwissenschaften

  • den Generationen

Diese Grundgedanken wollen wir in unserer pädagogischen Arbeit am Rottmayr-Gymnasium verwirklichen und so unsere Schüler in Zusammenarbeit mit ihren Eltern auf ihr zukünftiges Leben vorbereiten. Menschlichkeit und das Gefühl, dass man trotz vielfältiger Anforderungen gerne in diese Schule geht, sind uns ein Anliegen.

Schulanlage

Das in den Jahren 1999 bis 2000 renovierte und erweiterte staatliche Gymnasium besitzt für alle Fächerangebote modernste Bildungseinrichtungen. Ein ansprechend angelegtes Pausenhofgelände, gut ausgestattete Sportanlagen und ein modernes Mensagebäude bieten vielfältige Möglichkeiten, um gemeinsam das notwendige Gleichgewicht zwischen Körper und Geist zu erreichen.

Schulisches Bildungsangebot

Das Gymnasium bietet einen sprachlichen und einen naturwissenschaftlich-technologischen Zweig als Ausbildungsrichtungen an.
Als anerkannte Stützpunktschule Leichtathletik werden jährlich Erfolge auf Landes- und Bundesebene errungen (z. B. „Jugend trainiert für Olympia").
Zusätzlich bereichern viele musisch-künstlerische, sowie naturwissenschaftliche Angebote das Bildungsspektrum.
Mit diesem Bildungsangebot positioniert sich die Schule im grenzübergreifenden Wettbewerb der Bildungsträger.

„Grundauftrag"

Wir lassen uns von dem Ideal leiten, dass unsere Schüler am Ende ihrer Schulzeit ihr Leben selbstständig in die Hand nehmen können, den gesellschaftlichen Anforderungen gewachsen sind und die Gesellschaft aktiv mitgestalten können.
Die pädagogische Begleitung, die sich an den Entwicklungsphasen der Schüler orientiert, arbeitet diesem Ideal zu.

Beispiele für ihre Konkretisierung im Schulalltag

1.

Unsere Schule ist ein Arbeits- und Lebensort, an dem sich jeder wohlfühlen kann.

 Freundliche und offene Gestaltung von Schulhaus und Schulgelände

  • Regelmäßig wechselnde Ausstellungen von Schülerkunst im Schulhaus.

  • Verschönerung der Schule: Schulhausgestaltung, individuelle Gestaltung der Klassenzimmer.

  • Saubere Klassenzimmer und ein ansprechendes, gepflegtes Schulhaus.

  • Gut und modern ausgestattete Fachräume, wie zwei moderne Computerräume mit Anschluss ins Internet.

  • Bibliotheken für alle Altersstufen zum Arbeiten und Schmökern.

  • Beratungszimmer.

  • „Mini-BIZ": Informationszentrum für Schüler zu Beruf, Studium, soziales Engagement, Praktika.

  • Schulaquarium; Pflanzen.

  • Arbeits- und Rückzugsbereiche, Sitzecken.

  • Aufenthaltsraum für die Kollegiaten, für alle während der Mittagspause.

  • Kicker- und Tischtennistische.

  • Neue Mensa.

 

Gemeinschaftsfördernde und teamorientierte Gestaltung des Schulalltags

  • Stärkung der Klassengemeinschaft von der 5. Klasse an durch vielfältige Unternehmungen und Projekte (z. B. Erlebnispädagogische Woche, Skilager).

  • gegenseitige Unterstützung: Schüler helfen Schülern (z.B. Tutorenarbeit).

  • Teamorientierte Arbeitsphasen im Klassenzimmer, z. B. um Disziplinproblemen vorzubeugen bzw. sie aufzuarbeiten.

  • Gedanke des Klassenlehrer-Teams zur Effizienzsteigerung im erzieherischen Bereich.

  • Teamgeist im Kollegium und mit der Schulleitung durch Zusammenarbeit in fachlichen, pädagogischen und erzieherischen Fragen: Ideen- und Erfahrungsaustausch, interne Fortbildungen.

  • Von Schülern und Lehrern gemeinsam vorbereitete Veranstaltungen (z.B. Sommernachtsball, Schulgottesdienste).

  • Vertrauensvolles Zusammenwirken mit Sekretariat, Hausmeister und Reinigungspersonal schafft einen harmonischen Rahmen für unsere tägliche Arbeit.

 

Individueller Beitrag für ein förderliches Miteinander

  • Gegenseitige Wahrnehmung der individuellen Stärken und Schwächen innerhalb der Klassengemeinschaft sowie ein sensibler Umgang mit diesen, damit jeder seinen Platz in der Klasse finden und leben kann.

  • Die Lehrer nehmen die Schüler mit ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten wahr und ermutigen sie, diese aktiv in den Unterricht einzubringen.

  • Der Schulalltag ist geprägt von einer Vielfalt von Lehrerpersönlichkeiten sowie deren Engagement für die Schule je nach Fähigkeiten und individuellen Möglichkeiten.

2.

Eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens und des respektvollen Umgangs miteinander sind uns wichtig!

 

Gegenseitige Wertschätzung

  • Positive Grundeinstellung der Schüler, Eltern, Lehrer und Schulleitung zueinander.

  • Toleranz und Respekt durch Vermeidung von Ausgrenzungen und Beleidigungen.

  • Erkennung und Abbau von Vorurteilen.

  • Entwicklungsmöglichkeit für ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen auf der Grundlage dieser Wertschätzung.

 

Direkte und offene Kommunikation sowie Transparenz

  • Miteinander, nicht übereinander reden.

  • Ehrlichkeit im Gespräch.

  • Höflichkeit und Selbstbeherrschung im Umgangston.

  • Konflikte werden möglichst dort gelöst, wo sie entstanden sind; so können evtl. Missverständnisse aus der Welt geschafft werden (Fachlehrer, Klassleiter, Klassensprecher, Schüler als Mediatoren; Kummerkasten).

  • Offene, sachorientierte Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern.

  • Einbeziehen der wichtigen schulischen Gremien in die konzeptionelle Gestaltung der Schule (Sitzungen des Schulforums, regelmäßiger Kontakt Schulleitung - Personalrat - Elternbeirat - SMV).

3.

Die Schüler stehen im Mittelpunkt. Sie zu fordern und zu fördern ist zentrales Anliegen im Unterricht und Hauptaufgabe der Schule.

 

Leistungsbereitschaft und Zuverlässigkeit

  • Lehrer und Schüler bereiten sich gewissenhaft auf den Unterricht vor und tragen damit ihren Teil zum Gelingen des Unterrichts bei.

  • Schüler übernehmen (Eigen-)Verantwortung für ihre Leistungen und erledigen übertragene Aufgaben zuverlässig.

  • Selbstständiges Arbeiten und Aktiv-Werden ist passivem Konsumieren vorzuziehen.

 

Unterricht und persönliche Entwicklung

  • Humor und Freude bereichern den Unterricht und erleichtern das Lehren und Lernen.

  • Der Unterricht fördert und schult kommunikative, soziale und emotionale Kompetenzen wie z.B. Fairness, Weltoffenheit, Kontaktfreudigkeit, Kritikfähigkeit oder Zivilcourage.

  • Die Anforderungen des Unterrichts, wie Inhalte, Notengebung und Regeln werden offen, konsequent und für die Schüler nachvollziehbar gestaltet; Sonderfälle werden nach Möglichkeit berücksichtigt.

  • Moderne, kreativitätsfördernde Unterrichts- und Sozialformen bieten eine Abwechslung zum traditionellen Unterricht (z.B. Freiarbeit, Lernzirkel, Unterrichtspuzzles, Lernen durch Lehren, Gruppenpräsentationen, Rollenspiele).

  • Moderne Medien, fächerübergreifendes Arbeiten in Projekten sowie neue Formen der Leistungserhebungen (z.B. mündliche Schulaufgaben) werden maßvoll eingesetzt.

  • Unterrichtsausfall wird nach Möglichkeit vermieden, z.B. durch Zusammenlegung von Gruppen oder Arbeitsauträge.

 

Förderung und Beratungsmöglichkeiten

  • Förderung von schwächeren Schülern: Probleme werden frühzeitig mit Schülern und Erziehungsberechtigten besprochen. Ein Tutorensystem, das von geeigneten und speziell dafür geschulten Schülern getragen wird, leistet einen wichtigen Beitrag in der Förderung.

  • Förderung begabter Schüler durch ergänzende Unterrichtsangebote, Teilnahme an internationalen Wettwerben oder Seminaren.

  • Einzelberatung unter Berücksichtigung der Schülerpersönlichkeit: Fachlehrer, Klassleiter, Beratungslehrer, Vertrauenslehrer, Kooperation mit Beratungsstellen.

4.

Schüler, Lehrer und Eltern engagieren sich gemeinsam und über den Unterricht hinaus für ein bereicherndes Schulleben und ein positives Schulklima.

 

Kreatives Schulleben mit vielfältigen Entfaltungsmöglichkeiten

  • Musisch-künstlerisch, z.B.: Chor, Orchester, Bigband; Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen; Theatergruppe, Themenabende (LuP: Literatur und Prosa, Vortragsabende, Videogruppe, Schulhausgestaltung).

  • Sportlich, z.B.: Stützpunktschule Leichtathletik, „Jugend trainiert für Olympia", Teilnahme an regionalen und überregionalen Wettbewerben.

  • Sprachlich, z.B.: Schülerzeitung, Wahlkursangebote.

  • Sozial, z.B.: Sanitätsdienst, Tutoren für die 5.Klassen, SMV-Projekte (z.B. Weihnachtsbasar, Bandcontest), Gestaltung der Schulgottesdienste, Feste (Sommernachtsball).

  • Mathematisch-naturwissenschaftlich, z.B.: Gestaltung der Homepage, Rottfuchs, Sternwarte, Schulaquarium

  • Schulfahrten, Austausch und Exkursionen: Die Belastbarkeit von Lehrern und Eltern sowie die Problematik des Unterrichtsausfalls wird bei der Planung des Fahrtenprogramms und von Exkursionen berücksichtigt.

 

Kontinuierliche Verbesserung zur Schulentwicklung

  • Ideen sind willkommen und werden ernst genommen.

  • Kontakt zu und Austausch mit anderen Schulen.

  • Arbeitskreise in Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft.

  • Fachbezogene Konferenzen / Fachsitzungen.

5.

Die Eltern unterstützen das Kollegium in ihrer Verantwortung für die Erziehung und Bildung der Schüler.

 

Erziehungsarbeit als Voraussetzung

  • Günstige Rahmenbedingungen im Elternhaus sind Grundlage für die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Schüler, dazu gehört z. B. auch die Kontrolle des Computer- bzw. Medienkonsums.

  • Eltern nehmen ihre eigene Erziehungsverantwortung ernst, z.B. in puncto höflichem und respektvollem Umgang miteinander.

  • Eltern erzeugen keinen Druck durch überzogene Leistungserwartungen an ihre Kinder, reagieren aber auf Signale der Lehrer bei Leistungs- oder Disziplinproblemen.

 

Aktive Beteiligung am Schulleben

  • Hilfe bei Projekten, Veranstaltungen oder beim Knüpfen von außerschulischen Kontakten.

  • Mithilfe bei der Nachmittagsbetreuung.

  • Klassenelternsprecher in Unter- und Mittelstufe unterstützen die Kontakte untereinander, zum Elternbeirat und zu den Klasslehrern.

6.

Unsere Schule versteht sich als Teil der Gesellschaft. Soziales und kulturelles Engagement sowie die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sind daher allen sehr wichtig.

  • Veranstaltungen, die die Schüler auf ihre spätere Arbeitsplatzsuche vorbereiten in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern (z.B. Girls' Day, Betriebspraktika in der 9. und 12. Klasse, Assessment Center Training).

  • Aktuelle Informationen in Bezug auf Chancen außerhalb des Schulalltags: Wettbewerbe, Studienmöglichkeiten, Job- und Bildungsmessen, Schnuppertage etc.

  • Internationaler Austausch (z.B. Comenius-Projekt).

  • Besuch kultureller Veranstaltungen (Theater, Ausstellungen).

  • Zusammenarbeit mit Vereinen, Kirchen sowie anderen wichtigen Einrichtungen (z.B. Sportverein, Rotes Kreuz, Caritas Drogen- und Suchtprävention oder Eine-Welt-Laden).

  • Themenabende und Expertenbesuche an unserer Schule (Vorträge, Lesungen).

  • Beiträge zur politischen Bildung in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, dem bayerischen Landtag, der Staatsregierung mit ihren Ministerien oder der Bayerischen Landesvertretung in Berlin.